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Beschränkung der Fischerei in den Meeresnaturschutzgebieten der AWZ

Ran an die Fanggründe?

Die Medien haben ungewöhnlich ausführlich über die gemeinsamen Empfehlungen des Bundeslandwirtschafts- und des Bundesumweltministeriums zur Beschränkung der Fischerei in den Meeresnaturschutzgebieten der AWZ berichtet. Kein überraschender Paukenschlag, denn die Fischereiverbände bringen seit Jahren ihre Forschungsergebnisse und Argumente in die Diskussion ein, sie verteidigen ihre Position gegenüber den Entscheidern. Und dennoch: Der Eingriff in die Fischereigründe wäre ein Präzedenzfall, der Tür und Tor für weitere Beschränkungen öffnen könnte. Ob der deutsche Vorstoß die EU-Instanzen übersteht, bleibt abzuwarten. Im Sommer muss die „Scheveningen Gruppe“, in der alle Anrainerstaaten ihre Meinung vertreten, den Kompromiss finden und die Entscheidung treffen. Wir erwarten diese Abstimmung mit Spannung und sind durchaus bereit, unsere Nutzungsrechte einzuklagen.

Gute Nachrichten für Niedersachsens Küstenfischer

Förderung für Fischerei

Gute Nachricht für Niedersachsens Küstenfischer: Sie können mit 21,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) rechnen. Im bundesweiten Vergleich ist das der zweithöchste Anteil nach Mecklenburg-Vorpommern.

Der niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer, verkündete die frohe Botschaft im Rahmen des Fischereitages des Verbandes der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei Weser-Ems in Neuharlingersiel. Die Schwerpunkte der Förderung liegen sowohl bei der Seefischerei und der Infrastruktur der Fischereihäfen, als auch bei Anlagen für die Verarbeitung und Vermarktung des Fisches. Noch im März werde als Teil des EMFF die neue Förderrichtlinie für das Fischwirtschaftsgebiet „Niedersächsische Nordseeküste" in Kraft treten, erklärte Minister Meyer. Von diesem Projektgebiet, das alle niedersächsischen Fischereihäfen an der Küste von Ditzum bis Cuxhaven umfasst, sollen sowohl die Kommunen und der Tourismus als auch die Fischereiwirtschaft profitieren. Erstmals betreut ein Regionalmanager den gemeinsamen „Bottom-up"-Prozess, in dem die regionalen Akteure nun Projekte mit Fischereibezug beantragen können.

Die Ausbildung zum Fischer ist kein Spaziergang, aber ein Beruf mit Zukunft

Fischwirte gesucht!

Meeresrauschen, Freiheit, Abenteuer und Natur pur. Ein Leben, das sich wohl jeder wünschen würde. Tatsächlich sind es gerade mal 10 bis 12 junge Menschen, die sich jedes Jahr für die Ausbildung zum Fischwirt in der Küstenfischerei entscheiden – die Zahlen halten sich stabil auf diesem eher niedrigen Niveau. Die Ausbildungsbetriebe in der kleinen Küsten- und Hochseefischerei haben es nicht immer leicht, ihre freien Plätze zu besetzen. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Arbeit ist schwer, teilweise auch gefährlich, sie findet bei jeder Witterung statt und die Arbeitszeiten sind anders als in klassischen Berufen an Land. Die Abhängigkeit von den Gezeiten und die unterschiedlichen Entfernungen zu den Fanggründen verlangen jedoch eine größere Flexibilität. Die Kutter und ihre Besatzung sind häufig mehrere Tage ohne Unterbrechung unterwegs. Daran schließen sich dann aber entsprechend freie Tage an Land an.

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